Digitale manuelle Geräte

DX-Serie

Neue DX-Serie –
multifunktionale Fähigkeiten für universelle Anwendungen

  • Stoßspannungsprüfung mit modernster IGBT-Technologie
  • spezielle Prüfmodi für Spulensätze und Gleichstromanker
  • optionale RLC-Messbrücke integriert zur weiteren Identifizierung von Fehlern und Schäden
  • optional Teilentladungsauswertung und Prüfung von Kurzschlussläufern
  • einfache, direkte Bedienung ohne Programmierung – besonders geeignet für die Reparaturwerkstatt
  • kompakte Bauweise bis 15 kV – ideal für den mobilen Einsatz
  • modulare Ausbaufähigkeit: Zusatzgeneratoren bis 40 kV und Ankerprüfmodul

Die manuellen Digitaltester der Serie DX sind vielseitig und universell einsetzbar für Wicklungs­prüfungen ­an elek­trischen Maschinen, Transforma­toren usw.

Sie eignen sich mit ihren umfangreichen funktionellen Möglichkeiten nicht nur für die Quali­täts­sicherung in Fertigung und Reparatur, sondern auf­grund ihrer Kompaktheit und Robustheit auch für die Instandhaltung elektrischer Maschinen vor Ort. Die Prüfung kann direkt an der Maschine oder auch vom Schaltschrank aus über Kabel erfolgen und ermöglicht eine schnelle Zustands­erfassung und Fehleranalyse.

Baker Instrument hat die direkte Echtzeit-Prüfung mit Stoßspannung „erfunden“ und damit seit Jahrzehnten den Markt geprägt.

Manuelle Geräte sind schneller betriebsbereit und leichter und flexibler zu bedienen und damit besonders im Reparaturbereich geeignet.

Die Visualisierung/Lokalisierung einer Schwachstelle in der Wicklung ist in der Regel nur durch eine repetierende Prüfung mit einer schnellen Abfolge der Impulse (≥5 Hz) möglich. Erst das erlaubt eine gezielte lokale Ausbesserung, die vor allem an größeren Maschinen enorm zur Kosteneinsparung beiträgt.

Neben der Stoßspannungsprüfung mit den patentierten Verfahren zur statischen und dynamischen Fehlerauswertung bietet die neue DX-Serie folgende Prüfmethoden:

  • Isolationswiderstand/Gleichhochspannung/Rampe
  • dielektrische Absorption/Polarisationsindex (mit Timer)
  • optional Teilentladungsauswertung (bei Stoßspannung)
  • optional Impedanz, Kapazität, Induktivität, Phasenwinkel und
    Wicklungswiderstand
  • optional statische Rotorprüffunktion

Für die Niederspannungsverfahren werden Messströme bis 1 A und Frequenzen von 50 Hz bis 4 kHz verwendet.

Eigenschaften/Ausstattung

  • 4 – 15 kV Gleichhochspannung/Stoßspannung
  • Varianten mit höherer Stoßkapazität (100 nF)
  • 5 m lange Prüfleitungen, 40 kV isoliert
  • intuitive grafische Bedieneroberfläche mit 8” Touch Screen
  • modulares Design für flexible Konfiguration
  • USB-Druckerinterface (PCL5-Format)/Speicher-Stick
  • interner Speicher 2 GB für Prüfergebnisse usw.
  • Interface für Zusatzgenerator 24 – 40 kV und Ankerprüfmodul
  • integriertes Not-Aus; Anschluss für Sicherheitsleuchten
  • robustes Gehäuse mit opt. Schutzhülle und Kabeltasche
  • Reportgenerator und Datenbank für PC „Surveyor DX“
  • Fußtasteranschluss; Schutzleiterüberwachungseinrichtung

Prüffunktion für Kurzschlussläufer

RotortestEine völlig neu entwickelte und weltweit einmalige Prüfoption ist der statische Test auf gebrochene Stäbe in Rotoren von Asynchronmotoren: Mittels Impedanzvergleich der simultan eingespeisten Phasensignale im zusammengebauten Zustand können Rotorschäden schnell detektiert werden. Dazu wird der Rotor in bestimmten Winkelschritten weiterbewegt. Rotorstab- und Ringbrüche sowie Lunker können den Motorwirkungsgrad reduzieren und durch Erwärmung und Schwingungen Folgeschäden hervorrufen.

Bedienung, Analyse und Berichterstellung

BeispielreportDie Geräte sind leicht zu bedienen, da sie speziell für die Prüfung elektrischer Maschinen und von Wickelgütern entwickelt wurden. Die Bildschirmmenüs wurden auf das für die Anwendung Notwendige reduziert. Funktionen lassen sich schnell und intuitiv mit großen Symbolen auf dem 8“ Touch Panel wählen, auch mit Sicherheitshandschuhen.

Ein spezieller Prüfmodus für Spulensätze, Ankersegmente, Polräder usw. vereinfacht die Prüfung und Sicherung der Kurven und Ergebnisse aller geprüften Spulen. Referenzkurven mit Toleranzgrenzwerten können abgelegt und die eingestellte Prüfspannung „eingefroren“ und unmittelbar zugeschaltet werden. Das Ergebnis kann als Säulengraph eingeblendet werden.

Im internen SD-Speicher lassen sich unendlich viele Prüfungen ablegen, die über USB-Speicher direkt auf einen Windows-PC übertragen werden können. Hierfür wurde das optionale Datenbank­programm SurveyorDX entwickelt. Regel­mäßige Prüfungen zur vorbeugenden Instandhaltung lassen sich so schnell und leicht durchführen und doku­men­tieren. Die Prüfergebnisse können aber auch direkt über einen Drucker dokumentiert werden.

Zusatzmodule 24, 30 und 40 kV

DX mit Zusatzgeneratoren

DX mit Zusatzgenerator 30/40 kV und Zusatzgenerator 24kV

Die Zusatzgeneratoren mit Stoß- und Gleichhochspannungsprüfung wurden speziell für die Prüfung großer elektrischer Maschinen und HV-Motoren entwickelt. Die erhöhte Stoßkapazität gestattet dabei auch die Prüfung über lange Zuleitungskabel oder die Anwendung bei Prüflingen mit niedriger Impedanz, wie Bahn­maschinen, Leistungstrans­formatoren sowie einzelner Formspulen in der Produktion.

Mit seiner Anstiegszeit von 0,1 – 0,2 µs entspricht der Prüfimpuls der Hochspannungsrichtlinie IEC 60034-15.

Der Aufbau als Zusatzgenerator zu den Standardmodellen garantiert unbegrenzte Einsetzbarkeit für Motorwicklungen von wenigen Watt bis einigen MW!

Ankerstoßspannungsprüfung

AnkerstoßspannungsprüfungDie Ankerprüfung nach der Lamellen­methode ist eine hervorragende Ergänzung für Hersteller und Instandhalter von DC-Traktionsmotoren und größeren Gleichstrommaschinen. Bei dieser Methode wird die Stoßspannung zwischen zwei benachbarten Lamellen angelegt. Dabei können diese Anker beliebig niedrige Impedanzen (Stabwicklungen) und Ausgleichsverbindungen aufweisen. Der not­wendige höhere Impulsstrom wird durch eine Impedanzwandlerstufe („ZTX“) erzeugt.

Schlechte Verbindungen und unsaubere Kollektornuten werden bei der Prüfung ebenso erkannt wie Schlüsse und Schwachstellen der Stab- oder Lamellenisolation. Die Prüfspannung wird direkt am Prüfkopf gemessen und am Bildschirm angezeigt. Die Schwingungskurve einer Lamelle wird als Referenzbild gespeichert, der Prüfkopf danach weiterbewegt und das Schwingungs­bild der gerade geprüften Lamelle mit der Referenz verglichen. Bei Schlüssen, Überschlägen oder Unterbrechungen tritt eine drastische Änderung des Prüfbildes und des Spannungspegels ein.

Anker können mit Stoßspannung auch nach der Spannweitenmethode geprüft werden. Hierbei wird ein Segment mit mehreren Lamellen über den Prüfkopf mit dem direkten Stoßspannungsausgang des Prüfgerätes verbunden.

Die Lamellenmethode weist gegenüber der Spannweitenmethode mehrere Vorteile auf:

  • gleichmäßige Aufschaltung des Stoßspannungspegels
  • Lokalisierung der fehlerhaften Lamellen/Stäbe in niederohmigen Wicklungen  mit Ausgleichs­leitern
  • Prüfen von Ankern im eingebauten Zustand mittels Prüfspitzen durch die Serviceöffnung

Ankerprüfmodul AT101ZTX

DX mit AT101ZTXDas AT101ZTX ist ein Zusatzgerät zur DX-Serie. Die Prüfenergie wird dem Ankermodul über die Prüfleitungen des Grundgerätes zugeführt. Je nach Modell werden Lamellenspannungen zwischen 400 V und 1200 V bei bis zu 3 kA Impulsstrom erreicht. Das Modul ist kompakt, leicht und schnell an das Grund­gerät anschließbar. Es ist eine wertvolle Ergänzung für Anwender, bei denen größere Anker und Fahrmotoren häufig vorkommen.

Kombinierte Systeme DX-15A und PP85

DX-15ADiese Gerätevarianten mit integrierter Ankerprüfung nach Lamellenmethode stellen eine Erweiterung der Modelle DX-15 und PP30 dar. Per Tastendruck lässt sich der ZTX-Konverter zuschalten. Dadurch werden Impulsspannungen und -ströme von 1,5 kV/5 kA (DX-15A) bzw.
3 kV/10 kA (PP85) erreicht. Diese Versionen eignen sich für Nutzer, bei denen die Mehrzahl der zu prüfenden Maschinen sehr große Gleichstrom- und Traktionsmotoren sind.